Im Sommer ist das KULTURmobil wieder in ganz Niederbayern unterwegs. Dieses Jahr ist die Premiere in Vilshofen, die, wenn es das Wetter erlaubt, am 7. Juni im Außenbereich des Klosters Schweiklberg stattfindet. Bei schlechtem Wetter sind beide Stücke im Feuerwehrhaus (Wittelsbacherring 8) zu sehen. Bis zum 30. August gibt das Open-Air-Theater des Bezirks Niederbayern insgesamt 30 Gastspiele. Seit 29 Jahren begeistert das KULTURmobil Jung und Alt mit humorvollen, unterhaltsamen und anspruchsvollen Stücken – und das bei freiem Eintritt!
Nachmittags um 17 Uhr steht „Lahme Ente, blindes Huhn“ von Ulrich Hub auf dem Programm. In einem verlassenen Hinterhof stolpert ein blindes Huhn über eine lahme Ente. Das blinde Huhn ist auf dem Weg zu dem Ort, an dem sein geheimster Wunsch in Erfüllung gehen soll. In Ermangelung eines Blindenhunds fordert es daher die Ente auf, es zu begleiten. Obwohl die Ente große Angst vor der Welt draußen hat und sich hinter den hohen Mauern sicher fühlt, erklärt sie sich bereit, das blinde Huhn zu führen. Auf der gemeinsamen Reise warten einige Herausforderungen auf die zwei ungleichen Gefährten. Schließlich scheint auf dem höchsten Gipfel der Welt endlich das Ziel erreicht… „Lahme Ente, blindes Huhn“ ist ein witzig-poetisches Stück für die ganze Familie, in dem es um die großen Wünsche, die Kraft der Freundschaft und den Zauber der Illusion geht.
Abends um 20 Uhr wird „Faust 1 + 2 + 3. Nach und mit Johann Wolfgang von Goethe“ von Felix Krakau gegeben. Felix Krakau erzählt den deutschen Theaterklassiker neu: komprimiert auf das Wesentliche, komödiantisch und rasant. Die Ausgangslage: Faust plagt eine stattliche Sinnkrise. Er will mehr vom Leben, mehr Erkenntnis, mehr Liebe, mehr von allem. Auf der Suche danach schließt er einen fatalen Pakt mit Mephisto, dem Teufel. Zusammen stürzen die beiden los in die Welt hinaus: höher, schneller, weiter! Ohne Rücksicht auf Verluste reißt Faust dabei nicht nur Gretchen mit ins Verderben. Ein Happy End gibt es nicht, oder vielleicht doch – aber für wen? Und wie soll diese Geschichte überhaupt weitererzählt werden? Am Ende steht erneut eine Wette – um nichts Geringeres als die Zukunft. Das Stück setzt sich kritisch mit einem der größten Klassiker des Theaters auseinander, strotzt zugleich nur so vor Humor und Witz und gewinnt gerade durch die ironische Distanzierung vom oft zitierten Original seine Relevanz für unsere Gegenwart. Mit „Faust 1 + 2 + 3“ bekommt das Publikum ein Theatererlebnis geboten, das Spaß macht und zum Nachdenken anregt, ohne Vorkenntnisse vorauszusetzen.
Den Spielplan, die Spielorte und viele weitere Informationen finden Sie unter www.kulturmobil.de