An Ostern, dem höchsten und ältesten Fest der Christen, wird die Auferstehung Jesu von den Toten gefeiert. Das Johannes-Evangelium spricht von Christus als Lamm, das geopfert wurde. Deshalb gehört ein Lamm aus süßem Teig traditionell in den Osterkorb, der in der Osternacht oder am Ostersonntag zur Speisenweihe in die Kirche gebracht wird.

Speisensegnungen haben eine lange Geschichte. Zum Osterfest gehören sie wie die Freude über die Auferstehung: Endlich ist die Fastenzeit vorbei. In der Wahl der Osterspeisen – vor allem gefärbte Eier, Brot, Salz und geräuchertes Fleisch – lässt sich die bäuerliche Tradition ablesen. Die Eier werden noch immer als symbolhafte Ostergaben gebraucht.

Beim gemeinsamen Osterfrühstück steht, wie beim Abendmahl, die Tischgemeinschaft im Vordergrund. Eine üppige Mahlzeit gehört für Viele daher zwingend zu den Osterfeiertagen – egal, ob gläubiger Kirchgänger oder geselliger Familienmensch.

MS/CLL
Illustration: Anja Just